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2006 - May - 02 German Review #2 8/10 from Alternative.de Man kommt nicht umhin, davon zu schwärmen, wie toll das Label Haldern Pop doch ist. Nicht nur, dass es aus dem wahrscheinlich schönsten deutschen Festival hervorgegangen ist und somit diesem sympathischen kleinen Dorf am Niederrhein zu zusätzlichem Ruhm verhilft, nein, auch die Künstlerauswahl ist eine Besondere. The Revs zum Beispiel kamen nach ihrem Auftritt beim Festival auf das Label. Dabei dachten sie zunächst, der Typ, der sie dort ansprach, ob sie Interesse hätten, bei ihm auf dem Label zu sein, sei wohl irgendjemand, der sie hochnehmen wollte, sah er doch ganz und gar nicht nach Plattenboss aus. Trotzdem erscheint nun ihr Zweitwerk, das denselben Titel wie die Band hat, in Deutschland und es wäre zu schade gewesen, wäre es uns vorenthalten geblieben. Wie Gitarrist John McIntyre im Interview völlig ohne Selbstüberschätzung zu Recht erkennt, ist dieses nämlich ein Album, das nur aus potenziellen Singles besteht. Nicht jeder Track ist dabei unbedingt auf Radiotauglichkeit getrimmt, aber qualitativ hochwertig. Dass es ausgerechnet Time Slippin traf, ist dann auch nachvollziehbar, wenn der Track auch nicht unbedingt repräsentativ ist. Das wäre aber keiner der Tracks, denn The Revs haben es nicht nötig, ein Erfolgsrezept mehr als einmal aufzugreifen. Vielleicht können sie es sich auch nicht leisten, als Iren, die es natürlich im großen Nachbarland schwer haben, hat dieses ja 1. seit je her ein eher schwieriges Verhältnis zu den Brüdern im Nordwesten und 2. auch jede Woche selbst schon 20 Hypes am Start, so dass wenig aus dem groben Bereich Independent Rock Music importiert werden muss. So kommt es, dass sie eher in Deutschland einen Vertrieb fanden, als in England. Und mit so einem Label im Rücken schaffte man es dann sogar, die legendäre WDR Rocknacht zu eröffnen oder auf Spiegelzelttour zu gehen. Alles nur, um die zehn Songs von The Revs zu präsentieren, die sich wunderbar in das bisherige Schaffen der Band eingliedern. Hits gibt es dabei nicht, würde das Herauspicken doch direkt die anderen schmälern. Jeder Song hat seine Besonderheiten, intelligente, zur Interpretation freigegebene, Texte und eine Melodie, die einen oft Tage nicht loslässt. Sei es das leicht melancholische Borderland, dessen Refrain dann wieder an Folkrock erinnert, die wunderbare Ballade Here´s Where The Conversation Ends oder ein ziemlich dreckiger Rocker der Marke Every Monkey. Jeder kann hier glücklich werden. Und sei es durch den schon fast simplen Popansatz in You Shine. In einer gerechten Welt sind The Revs bald richtig groß, leider ist die Welt oft nicht gerecht, aber hoffen darf man ja. |
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